Raketenmodellbau? Was ist das denn
eigentlich? Zuerst sei gesagt, daß es sich
hierbei um kein Hobby irgendwelcher
Fans militärischen Gedankenguts handelt.
Auch handelt es sich bei Raketenfliegern
nicht um Terroristen. Wir erwähnen
dieses gleich zu Beginn, da wir es auf
unseren Flugttagen oft erlebt haben, so
angesprochen zu werden.
Gerade in
Deutschland verbinden die Menschen den
Begriff "Rakete" mit den Worten "Krieg" oder
"Waffe". Das ist in dieser Form überhaupt
nicht korrekt: Eine Rakete ist ein
Transportmittel wie ein Auto, ein Zug, etc.
Manchmal sind lediglich die Nutzlasten die
Waffen und auf Waffen können wir gut und
gerne verzichten.
Der
Raketenmodellbau entstand eigentlich aus
sportlichen Aspekten heraus. Sowohl im
ehemaligen "Ostblock", wo der
Raketenmodellflug unseres Wissens nach
herstammt, und gleichzeitig in den USA nahm
er schnell aus sportlicher Sicht betrachtet,
internationale Züge an: So stellte die
F.A.I. sogar eigene international gültige
Klassen für Raketenmodelle auf. Dazu jedoch
später mehr, eine Tabelle der F.A.I.-
Motoren ist w.u. zu finden. In der
folgenden Zeit bildeten sich die ersten
Organisationen und Vereine. Erste
Wettbewerbe wurden nach F.A.I.- Regeln
ausgetragen, bis später sogar
Weltmeisterschaften stattfanden.
Inzwischen werden in der ganzen Welt
Raketenmodelle geflogen, sei es nur so zum
Spaß oder aus ernsthaften sportlichen
Gründen. Aufgrund der etwas komplexen
Rechtslage in Deutschland muß man sich an
einige Einschränkungen halten. So ist z.B.
die maximale Masse der Motoren stark
eingeschränkt, aber zur Rechtslage kommen
wir später noch.
Aber auch zu
diesem Thema gibt es ersteinmal ein paar
Fotos : |
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Einige Raketenmodelle an der Wand als
Blickfang
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Noch mehr
Modelle. Die Palette reicht von Scale-
Modellen über Sportmodelle bis zur im Modell
schon fliegenden Zukunftsvision. |
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Noch eine Wand mit vielen Modellen. |
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Rechtslage :
Der
Verkauf von P- 1- Motoren ist ab 18 Jahren
gestattet. Diese können unter Aufsicht ab 14
Jahren verwendet werden. Für schubstarke
Motoren (Füllgewicht) ist ein
Berechtigungsschein nach § 27 SprenG
erforderlich.
Die erlaubte
Flughhöhe ist je nach Örtlichkeit
unterschiedlich: Der kontrollierte Luftraum
kann bei 0 m beginnen oder aber auch bei +/-
300. Im Zweifel bitte vorher informieren !
Im Umkreis von 5 km um einen Flughafen
herum ist das Raketenmodellfliegen verboten.
Das gleiche gilt auch für absolute Nähe von
Krankenhäusern, Kirchen, Kindergärten und
dergleichen.
Daß man den Besitzer des
Grundstücks um Erlaubnis bittet ist
selbstverständlich. Hält man sich an die
genannten Kriterien und an den
Sicherheitskodex wird man kaum mit dem
Gesetz in Konflikt kommen. |
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Der
Sicherheitskodex :
§1
Die Modelle bestehen nur aus leichten
Mateialien ohne tragende Metallteile.
§2 Es weden nur industriell hergestellte
Treibsätze verwendet
§3 Jedes Modell besitzt ein Bergesystem
(Fallschirm o.Flatterband).
§4
Raketenmodelle dürfen nicht aus
Stromleitungen geborgen werden.
§5 Vor dem Start ist auf Flugzeuge o. ä.
zu achten.
§6
Startrampen müssen über einen Deflektor
verfügen.
§7
Raketenmodelle transportieren niemals
gefährliche Nutzlast.
§8
Raketenmodelle werden nicht parallel zur
Horizontalen gestartet
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So
sieht ein ferties Starterset aus. Meistens
nicht
mit dabei sind die Treibsätze und die
Batterien für die Zündung. |
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Hier eine Sammlung von "Oldtimern" aller
möglichen Hersteller. |
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Auf diesem Foto erkennt man die
"Herzstücke" unserer Raketenmodelle, die
Motoren.
Oben
links: "SF" A - D Motoren,
Oben
rechts: Estes Standard und Mini-
Motoren,
Mitte: Held
1000, daneben die Lunten und ehem.
"Quest"- E- Zünder.
Motorenliste der gängigsten
Raketenmotoren:
Inhalt folgt !
Zu den Mini- Motoren:
Diese entsprechen in ihren
Leistungen, dem, was auch die
Standard- Motoren zu bieten haben.
Zum Held 1000 haben wir keine Infos,
es ist ein Langzeitbrenner und daher
gut geeignet für Gleiter und leichte
Raketen zu benutzen.
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Ersatz- und Bauteillager für Raketenmodelle. |
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Diverse
Raketenmodelle als Sammlung an einer Wand
gelagert. |
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Raketensammlung; im
Hintergrund stehen Pulso- Düsentriebwerke an
der Wand. |
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